BIMiB Tragsystem: Künstliche Intelligenz trifft auf Building Information Modeling im Bestand




Bausoftware -> Redaktion  eight.2020) Künstliche Intelligenz (KI) ist aus vielen Ingenieurbereichen
nicht mehr wegzudenken, und auch im Bauwesen gewinnt sie an Bedeutung – wo
derzeit insbesondere
BIM der Taktgeber ist. „Wird es konsequent eingesetzt, hilft BIM
beispielsweise bei Investitionsentscheidungen und bewahrt vor Fehlern bei der
Bauausführung“, erklärt Prof. Dr. Dominic Becking vom Campus Minden der
Fachhochschule (FH) Bielefeld. „Leider kommt es bisher rapid ausschließlich bei
Neubauten zum Einsatz, deshalb ist es unser Ziel, die Nutzung bei Bestandsbauten
attraktiver zu machen.“

In dem Projekt „Building Information Modeling im
Bestand“ (BIMiB Tragsystem) entwickeln Forscher des Instituts für
Intelligente Gebäudetechnologien an der FH Bielefeld deshalb ein neues System,
das mit Methoden des Machine Learnings und der Wissensmodellierung wichtige
Tragwerksstrukturen von Bestandsbauten automatisiert erkennt und in einem
semantischen Metamodell sichtbar macht. „Wenn BIM bei Bestandsbauten eingesetzt
wird, unterstützt es nicht nur den Betrieb und erleichtert die Sanierung,
sondern hilft auch beim ressourcen- und umweltschonenden Rückbau“, verspricht der
Bauingenieur Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper, der zusammen mit Prof. Becking das
Projekt leitet.

Da das Machine Learning für Tragsysteme bisher wenig
verbreitet ist, leisten die Bielefelder Forscher Pionierarbeit. Sie müssen erarbeiten,
wie Ingenieurdenken abgebildet werden kann und unter welchen Bedingungen
maschinelles Lernen auf das Erkennen von Baustrukturen sinnvoll anwendbar ist.
Dazu arbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen – wie Bauingenieurwesen, Informatik und
Architektur – zusammen. „Wir beschäftigen americadamit, wie wir Bauingenieurdenken,
natürliche Zusammenhänge von Objekten, technische Randbedingungen und
automatisiertes Lernen zusammenführen können“, erzählt der Informatiker Becking.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit
800.000 Euro gefördert. Die Forscher der FH Bielefeld arbeiten dabei mit den
Projektpartnern der HOCHTIEF ViCon GmbH aus Essen und Pape Architekten aus
Herford zusammen.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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