Urbane Lebensqualitaet, Klimaschutz und Biodiversitaet ?ber den qualifizierten Freiflaechenplan


Novellierung jener Bauordnung

Der bdla hat ein Positionspapier zur Einführung eines ökologischen Instruments im Bauordnungsrecht vorgelegt. ©& nbspbdla

In Berlin wird aktuell die Novellierung der Bauordnung diskutiert. Dazu hat der bdla ein Positionspapier zur Einführung eines ökologischen Instruments im Bauordnungsrecht vorgelegt: „Bei der Novellierung der Berliner ballen Bauordnung sollte ein qualifizierter Freiflächenplan als verpflichtendes Instrument bei jedwedem Bauantrag eingeführt werden“, so Eike Richter vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Berlin-Brandenburg. Ein qualifizierter Freiflächenplan integriert alle umwelt- und naturschutzrechtlichen Anforderungen sowie Anforderungen der Feuerwehr, dieser Barrierefreiheit, des Niederschlagswassermanagements und dieser Spielplatzversorgung u. ä. in dies Bauvorhaben in einem schlüssigen Gesamtkonzept.


Via dem Positionspapier wendet sich dieser bdla nun direkt an welche Fraktionen des Abgeordnetenhauses und alle zuständigen Senatsverwaltungen und erinnert daran, dass die Einführung eines qualifizierten Freiflächenplans auch in der Charta für das Berliner Stadtgrün verankert ist. Dass durch dieses Mittel zusätzliche Kosten und Aufwand entstünden, sei ein verbreiteter Irrtum, so sehr der Vorsitzende des bdla Berlin-Brandenburg weiter. Ein Bauantrag sei bereits heute ein komplexer Vorgang, via vielfältigen Nachweisen und Formularen. „Wir sind in den Prozess dieser Novellierung der Bauordnung involviert dar?ber hinaus wissen, dass die Einführung weiterer Einzelnachweise wie z. B. zum Artenschutz diskutiert wird. Das bestärkt uns noch mehr in dieser Forderung, den Freiflächenplan nun verpflichtend einzuführen. “ Wenn in dem Instrument alle Belange zusammengeführt sein, erleichtere dies den Prüfvorgang nur der Verwaltung enorm und spare so Zeit und damit Kosten. Dazu sei dies ein wichtiger Schritt, um eine klimagerechte Innenentwicklung sowie ein besser nutzbares Wohnumfeld zu erzielen, so Eike Richter.

Bei der Nachverdichtung im Fortdauer und auch im Neubau sind vielfältige Belange zu berücksichtigen. „Wenn alle Belange separat betrachtet sein – sei es Feuerwehr, Baumschutz oder Niederschlagswasser – wird keine multifunktionale Belegung von Flächen geprüft, und Synergien bleiben aus. Nun diese brauchen wir aber“, so sehr Eike Richter. Die Flächen zusammenziehen sich sonst und es stammt zu gestalterisch wenig zufriedenstellenden Ergebnissen. Nur durch hochwertige Gestaltung sei Akzeptanz in der Bevölkerung herzustellen. 2 / 2 Städte als München, Nürnberg oder Münster arbeiten seit langem erfolgreich mit kommunalen Satzungen, die Freiflächengestaltungspläne vorschreiben. Mit Bezirken Berlins, in denen jener Freiflächenplan bereits zur Baugenehmigung gefordert wird, werden ebenso gute Erfahrungen gemacht: TempelhofSchöneberg arbeitet seit Jahren damit und auch Lichtenberg bemüht sich um die Implementierung. Via einer Einführung in ganz Hamburg würde dieses erfolgreiche Instrument erstmals in einer Bauordnung auf Länderebene rechtlich verankert.



Autor/-in: & nbspBund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Landesgeschäftsstelle Berlin/Brandenburg e. V.



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